10.02.2026, 21:56 Uhr
Auch in der Lohmarer Teichlandschaft waren insbesondere im 19. Jahrhundert durch die Forstwirtschaft auf mehreren 100 ha Moorlebensräume trocken gelegt worden, um Forste anzubauen - so auch in der Umgebung des Hirzenbergmoors. Eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe unserer Zeit ist es, diese Eingriffe durch Wiedervernässung rückgängig zu machen. Genau dies macht der BUND in der Lohmarer Teichlandschaft.
Das Hirzenbergmoor war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder entkusselt, d.h. von Gehölzen befreit worden. Zuletzt geschah dies durch den BUND in 2017. Dies war und ist notwendig, um Reste der Moor-Fauna und -Flora zu bewahren, denn u.a. durch Wurzel- und Lichtkonkurrenz verdrängen Gehölze wie u.a. die Hängebirke Moorarten wie die Glockenheide oder die Arktische Smaragdjungfer. Doch die eigentliche Ursache für das Zuwachsen des Moores ist und war die Wasserarmut infolge der Entwässerung. Und diese Ursache wird nun erstmalig angegangen. Zum Einen werden derzeit nach und nach die Entwässerungsgräben im Hirzenbergmoor selbst mit Holzsperren geschlossen, damit das Wasser wieder in der Fläche verbleibt und sich die Moorvegetation nachfolgend zumindest auf einem hohen Flächenanteil regenerieren kann. Zum Anderen wird ein Entwässerungsgraben, der bisher die Wasserversorgung des Moores behinderte, so umgestaltet, dass das Hirzenbergmoor wieder besser mit Wasser versorgt werden wird. Somit ergeben sich auch langfristig wieder gute Perspektiven für den Erhalt des Hirzenbergmoors.Die Renaturierung der Moorlebensräume ist ein Mitmachprojekt, bei dem jede und jeder herzlich eingeladen ist, mitzuhelfen. Einsatztermine finden sie unter der Terminrubrik dieser Seite und unter https://www.bund-nrw.de/moore-renaturieren/