10.02.2026, 21:56 Uhr

Hirzenbergmoor wird weiter freigestellt

BUND wiedervernässt im Rahmen der "Renaturierung von Moorlebensräumen auf der Bergischen Heideterrasse" das Hangmoor der Lohmarer Teichlandschaft...Helfer sehr willkommen...

Hirzenbergmoor im April 2025
© Bündnis Heideterrasse
Das Hirzenbergmoor in der Lohmarer Teichlandschaft, Teil des Naturschutzgebiet Gagelbestand, wird derzeit weiter freigestellt. Die im letzten Winter begonnenen Maßnahmen werden damit fortgeführt. Aufgrund von Wasserarmut war es mit Gehölzen zugewachsen und seltene Arten gefährdet worden.

Auch in der Lohmarer Teichlandschaft waren insbesondere im 19. Jahrhundert durch die Forstwirtschaft auf mehreren 100 ha Moorlebensräume trocken gelegt worden, um Forste anzubauen - so auch in der Umgebung des Hirzenbergmoors. Eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe unserer Zeit ist es, diese Eingriffe durch Wiedervernässung rückgängig zu machen. Genau dies macht der BUND in der Lohmarer Teichlandschaft.

Holz-Sperren in Entwässerungsgräben und davor gelegten Totholzstämmen
© BUND, Dr. Martin Grund
Das Hirzenbergmoor war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder entkusselt, d.h. von Gehölzen befreit worden. Zuletzt geschah dies durch den BUND in 2017. Dies war und ist notwendig, um Reste der Moor-Fauna und -Flora zu bewahren, denn u.a. durch Wurzel- und Lichtkonkurrenz verdrängen Gehölze wie u.a. die Hängebirke Moorarten wie die Glockenheide oder die Arktische Smaragdjungfer. Doch die eigentliche Ursache für das Zuwachsen des Moores ist und war die Wasserarmut infolge der Entwässerung. Und diese Ursache wird nun erstmalig angegangen.

Erica und dahinter Calluna im Hirzenbergmoor
© Bündnis Heideterrasse
Zum Einen werden derzeit nach und nach die Entwässerungsgräben im Hirzenbergmoor selbst mit Holzsperren geschlossen, damit das Wasser wieder in der Fläche verbleibt und sich die Moorvegetation nachfolgend zumindest auf einem hohen Flächenanteil regenerieren kann. Zum Anderen wird ein Entwässerungsgraben, der bisher die Wasserversorgung des Moores behinderte, so umgestaltet, dass das Hirzenbergmoor wieder besser mit Wasser versorgt werden wird. Somit ergeben sich auch langfristig wieder gute Perspektiven für den Erhalt des Hirzenbergmoors.

Die Renaturierung der Moorlebensräume ist ein Mitmachprojekt, bei dem jede und jeder herzlich eingeladen ist, mitzuhelfen. Einsatztermine finden sie unter der Terminrubrik dieser Seite und unter https://www.bund-nrw.de/moore-renaturieren/ 

Arktische Smaragdjungfer
Arktische Smaragdjungfer
© Vera Kiefer