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25.03.2018, 20:42 Uhr

Saisonauftakt im Lohmarer Wald - Fr├╝hbl├╝her im Auelsbachtal

Exkursion zu Scharbockskraut und Co.

Huflattich
© Elke Herkt
Die Tour startete mit neugierigen Wanderern am Parkplatz vor dem Edeka-Markt in Lohmar. Im Ort konnten wir bereits einige Vogelstimmen h├Âren, die uns an dem kalten aber sonnigen Morgen begr├╝├?ten. Wir passierten den Damm des Auelsbachtals, der als Hochwasserschutz dient; die Wiese davor war bis 1989 eine Kuhweide, die dann renaturisiert wurde. Heute befindet sich dort eine Feuchtwiese, die mit krautigen Gr├Ąsern bewachsen ist, die dem sehr hohen Grundwasserspiegel trotzen. In einer Pf├╝tze konnten wir schon den Laich des Grasfrosches bewundern. Ein kurzes St├╝ck weiter im Wald an einer feuchten Stelle wuchs das erste Milzkraut, eine sehr unscheinbare Pflanze. Auch die sogenannte Wolfsmilch zeigte schon ihre ersten unverkennbaren Bl├Ąttchen.

Das erste St├╝ck des Auelsbachtals war morgens noch sehr schattig und kalt. Das hielt die V├Âgel aber nicht davon ab, ihr Lied zu singen. Der kleine Zaunk├Ânig schmetterte laut vor sich hin, der Gartenbauml├Ąufer sang seine Strophe und der Buntspecht trommelte. Begleitet von Meisen, Buchfinken und Singdrosseln h├Ârten wir schon ein kleines Konzert.

Hinter einer Schonung gingen wir den Berg hinauf. Hier hat Sturmtief Friederike richtig gew├╝tet und einige Fichten sind dem Sturm zum Opfer gefallen, da die Flachen Wurzeln konnten nicht standhalten konnten.

Oben am Weg angekommen gingen wir weiter in Richtung Algert. Im freien Feld entdeckten wir endlich die ersten Fr├╝hbl├╝her: Waldschaumkraut und Knoblauchrauke. Diese bl├╝hte zwar noch nicht, aber die jungen Bl├Ątter entfalteten schon beim Zerreiben ihr feines zwiebeliges Aroma. Wenig sp├Ąter fanden wir Ehrenpreis, Taubnessel und Gundermann. In Algert bogen wir wieder zum Auelsbachtal ab. Jetzt schien hier die Sonne, und das Scharbockskraut leuchtete uns gelb entgegen. Die Sonne w├Ąrmte das Tal, und der erste Schmetterling flog uns entgegen: Ein Admiral. Wenig sp├Ąter ein Zitronenfalter, der uns stets zu begleiten schien.

Pl├Âtzlich h├Ârten wir den Flugruf des Schwarzspechts, der gr├Â├?ten Spechtart. Er wiederholte sich mehrmals, so dass  alle Teilnehmer seine Stimme wahrnehmen konnten.

Zu guter Letzt nickten uns noch einige Huflattiche zu, die ihre K├Âpfe begierig der Sonne entgegenstreckten.

Alles in allem eine erfolgreiche Fr├╝hbl├╝her-Exkursion, vor Allem wenn man bedenkt, dass es in diesem Jahr so lange so kalt gewesen ist.

Von Elke Herkt