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24.07.2017, 15:17 Uhr

Der Spitzenfleck

Ein erwünschter Einwanderer im Lohmarer Wald.

Vor einigen Jahren, so um 2011, wurde erstmals im Lohmarer Wald eine neue Libellenart entdeckt – der Spitzenfleck (libellula fulva). Bekannt war zu diesem Zeitpunkt, dass er schon an den Villeseen vorkommt, aber es blieb bei dem Einzelnachweis im Lohmarer Wald. Jetzt scheint er sich im Jahr 2017 hier zu etablieren, wir haben ihn an mehreren Stellen mit Paarungsaktivitäten beobachten können.

Sein Lebensraum sind sonnige, flache, mehr oder weniger bewaldete Teiche mit sehr guter Wassserqualität und üppiger Ufervegetation – also genau das, was er hier an unseren Fischteichen findet.

Der Spitzenfleck hat seinen Namen von den bei den Weibchen typischen rauchigen Flecken an den Flügelenden, bei den Männchen sind sie weniger deutlich oder fehlen sogar ganz.

Im Flug ist der Spitzenfleck aufgrund ähnlicher Grösse und Färbung schwer vom Plattbauch oder Blaupfeil zu unterscheiden. Wenn er sich hinsetzt, sieht man, dass er eine andere Augenfarbe als der Blaupfeil und andere Basalflecken an den Flügelbasen hat als der Plattbauch.

Der Spitzenfleck ist ein typischer Ansitzjäger, so kann man ihn an sonnigen Tagen im Mai und Juni auf Schilfhalmen u.ä. sitzen sehen. Von dort erbeutet er Insekten und wartet auf die Weibchen.

Mit diesen paart er sich in dem für Libellen typischen Paarungsrad. Die Weibchen streifen dann die Eier im Flug auf der Wasseroberfläche ab. Die Entwicklung des Spitzenfleckes im Wasser (das Larvalstadium) dauert 2 Jahre. Die Flugzeit ist sehr kurz und dauert i.d. R. nur von Mitte Mai bis Ende Juni.

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